Manche Räume klingen unverwechselbar. Statt alles akustisch zu glätten, helfen modulare Vorhänge, recycelte Holzlamellen und textile Absorber, Stimmen verständlich zu halten, ohne die charakteristische Halligkeit zu verlieren. Messungen werden mit Hörproben kombiniert, Entscheidungen gemeinsam getestet. So entsteht eine Klanglandschaft, die Konzerte, Versammlungen und leises Arbeiten tragen kann und zugleich an die Herkunft des Ortes erinnert. Teilen Sie Ihre Lieblingsmomente, wir hören zu.
Farbkonzepte können wuchern wie Biografien. Statt einer Dominanzfarbe entstehen Paletten aus Fundstücken: Schulhefte, Fotos, Flaschenetiketten, Stoffreste. Diese Bezüge werden zu Lasuren, pigmentierten Kalkfarben und Markierungen, die Wege erklären oder Erinnerungsorte rahmen. Workshops erlauben Experimente, kleine Testfelder bleiben dokumentiert. Wer später streicht, knüpft an. So wird Farbe zum Gespräch über Zugehörigkeit und Wandel, sichtbar, berührbar und jederzeit weiter schreibbar.
Gespräche brauchen passende Möbel, Licht und Verlässlichkeit. Kleine runde Tische, stapelbare Stühle, warmes, blendfreies Licht und eine Ecke für Aufnahmegeräte machen Erinnerungen teilbar. Einfache Leitfäden helfen beim Zuhören. Wer Geschichten beisteuert, entscheidet, wie sie geteilt werden. Aus Transkripten entstehen Zitate an Wänden, Audio-Stationen oder Beiträge in einem Newsletter. Abonnieren Sie gerne, bringen Sie Freunde mit und bleiben Sie im Gespräch.